Porto Torres – Ein Exkurs über die Karibikinsel des Mittelmeeres

Sardinien - die Karibikinsel des Mittelmeeres

Sardinien ist eine Trauminsel mit Geschichte. Weitläufig und facettenreich. Wo finde ich Sardinien? Wenn Sie die Landkarte aufschlagen, finden Sie westlich vom italienischen Stiefel eine Insel in Form eines Fußabdrucks. Nicht umsonst haben die Griechen die Insel zu früheren Zeiten auch „Sandalyon“ genannt. Sardinien liegt fast im Zentrum des westlichen Mittelmeers, umgeben von Italien, Tunesien und Spanien. Im Norden berührt sie sich fast mit Korsika. Mit guten 24.000 km² ist sie nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeerraum. Warum Sardinien ein solch beliebtes Reiseziel ist? Dafür gibt es viele Gründe, einige nennen wir Ihnen hier!

Der erste ist das mediterrane Klima, welches ganzjährig Freude bereitet. Wo im Mittelmeerraum finden Sie sonst einen Ort mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 21 Grad? Auch im Frühling und Herbst können Sie mit vielen warmen Sonnentagen rechnen.
Sind Sie auf der Suche nach Geschichte, nach weitläufiger, unberührter Landschaft oder doch eher nach Stadtbummel? Auf Sardinien werden Sie fündig.
Und damit komme ich auch gleich zum zweiten Grund, warum Sie der zauberhaften Insel auf jeden Fall einmal einen Besuch abstatten sollten.

Sardinien ist ein kleiner Kontinent für Entdeckungsreisende. Im Norden der Insel finden Sie die Hafenstadt Porto Torres, welche wöchentlich Kreuzfahrtschiffe anlockt. Es kommt nicht selten vor, dass Sie in der Stadt Einheimische in den farbenprächtigen traditionellen Trachten antreffen. Das Tragen dieser Trachten in Kombination mit prunkvollem Schmuck ist auch heute noch ein fester Bestandteil jedes sardischen Festes und Ausdruck von Stolz und Selbstbewusstsein. Einen Besuch sollten Sie in jedem Fall der ältesten Kirche der Insel abstatten, welche mein persönliches Highlight ist. Die San Gavino Kirche besticht durch ihr mittelalterliches Erscheinungsbild und ist eines der bedeutendsten römisch-christlichen Monumente der Insel.

Castelsardo
„Elefant von Castelsardo“

Etwas weiter östlich, ebenfalls an der Küste, liegt der malerische Fischerort Castelsardo. Bis hoch auf die Hügelspitze erstrecken sich seine bunten Häuser. Am höchsten Punkt thront die Burg aus dem 12. Jahrhundert. In verwinkelten Gassen und steilen Treppengängen finden sie einladende, kleine Cafés und Restaurants. Mit einem Espresso und einem sardischen Gebäck, lässt sich das Flair der Stadt ganz besonders gut genießen. Jede Ecke lädt dazu ein, kurz inne zu halten um ein Postkartenmotiv zu verewigen. Das bekannteste Motiv liegt gute zehn Minuten mit dem Bus vom Ortskern entfernt – der „Elefant von Castelsardo“. Eine Gesteinsformation die, wie der Name bereits verrät, an einen Elefanten erinnert.

Die nächste Perle befindet sich im äußersten Nordwesten der Insel. Das wunderschöne Alghero. Charakteristisch für die Stadt, ist die Stadtmauer die sich im Einklang mit dem Meer direkt am Ufer entlang schlängelt. Innerhalb der Stadtmauer: eine wunderschöne, mit Kopfstein gepflasterte Altstadt.

Alghero

Die Gebäude, größtenteils aus alten Zeiten der spanischen Belagerung stammend, sind vom katalanisch-gotischen Stil geprägt. Auch im lokalen Dialekt spiegelt sich der katalanische Einfluss wieder. Dies ist einer von vielen sardischen Dialekten. Ein Italiener ist in vielen Ecken Sardiniens genauso verloren, wie ein Hannoveraner im tiefsten Schwarzwald. Zu grundverschieden sind die unterschiedlichen Inseldialekte. Keine Sorge, im öffentlichen Leben dominiert heute aber selbstverständlich die italienische Hochsprache. Mit dem Schulitalienisch kann man sich also trotzdem gut mit den Einheimischen verständigen. Ein Bummel durch die Gassen von Alghero ist definitiv lohnenswert.

Als Tipp kann ich hierbei eine Fahrt mit der Minibahn empfehlen, man passiert die wichtigsten Denkmäler, die Küstelinie und die schmalen, kleinen Gassen. Perfekt, um sich im Handumdrehen einen Gesamteindruck zu schaffen.

Grund Nummer drei warum Sardinien nicht auf der ‚To-do- Liste‘ fehlen darf, ist das wunderschöne Hinterland. Grün und bergig, gilt es als Naturreservat mit tausenden, zum Teil seltenen Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem treffen Sie auf dreieinhalb Millionen Schafe und hunderttausende Ziegen, sie sind ein Teil der Inselkultur. Daher wird Sardinien auch als Insel der Hirten und Schäfer bezeichnet und ist bekannt für den leckeren Ziegenkäse, zu dem in der Regel ein gutes Glas Wein genossen wird.
Kommen Sie noch etwas tiefer ins Hinterland, wird Ihnen eines ganz sicher nicht entgehen: gefühlt alle paar Kilometer finden Sie imposante, verlassene Steinruinen. Große Türme in Form von Kegelstümpfen. Bei diesen Ruinen handelt es sich um die sardischen Nuraghen, die auch heute noch viele Rätsel bergen. Die Zeit, in der diese mörtellos aufgeschichteten Steinblöcke entstanden, wird auf ca. 1.800 vor Christus datiert. Archäologen sind sich jedoch nach wie vor unschlüssig, welchem Zweck die Anlagen dienten. Die dichte Aneinanderreihung lässt darauf schließen, dass sie als Wachtürme und Befestigungsanlagen dienten. Aber auch ein kultureller oder kultischer Hintergrund kommt in Frage. Wozu auch immer die Sarden sie genutzt haben, die geheimnisvollen Nuraghen sind ein Highlight für sich.

Nuraghe

Nun wieder vom Hinterland zurück an die Küste und damit zum vierten und letzten Grund, warum Sie sich nun auf direktem Wege ins Reisebüro begeben sollten, um den nächsten Sardinienurlaub zu sichern: egal ob Norden, Osten, Süden oder Westen. Denn jede Küstenlinie hat romantische Buchten, feine Sandstrände und schroffe Klippen zu bieten.  Um vom traumhaft klaren, türkis schimmernden Wasser einmal ganz zu schweigen. Nicht umsonst nennt sich Sardinien „Die Karibik des Mittelmeers“.  Der wohl bekannteste Küstenabschnitt ist die Costa Smeralda. Porto Cervo bildet hier das touristische Zentrum und ist Urlaubsort des internationalen Jet-Sets. In den nobelsten Appartements und Hotels residieren die „Reichen und Schönen“ aus aller Welt.

Costa Smeralda

Neben ganzjährig mediterranem Wetter, geheimnisvoller Vorgeschichte, malerischen Orten und dem saftig grünen Hinterland ist es also auch das extravagante Flair, das die Insel zu einem facettenreichen Urlaubsziel macht. Worauf warten Sie noch? Begeben Sie sich auf Entdeckungstour durch das wunderschöne Sardinien.

Zum Autor dieses Artikels

Ausflugsexperte Philipp Weiß

Aufgewachsen in Hannover, arbeitet Philip nun als Ausflugsexperte bei TUI Cruises und bereist mit der Mein Schiff Flotte die Weltmeere.

„Meiner Meinung nach haben wir die schönsten und eindrucksvollsten Schiffe auf den Weltmeeren. Das stelle ich immer wieder dann fest, wenn wir in einen Hafen einlaufen oder auch im Ausflugbus zurück Richtung Hafen. Das reizvolle an der Arbeit an Bord ist, jeden Morgen in einer anderen Stadt aufzuwachen. In einer kurzen Zeit habe ich so viele tolle Destinationen entdeckt.

Meine Hobbies: Ich liebe es Sport zu treiben und aber auch zu gucken. Von Fußball über American Football bis zum Kraftsport im Fitnessstudio, ich halte mich gerne physisch und mental fit. Wenn es die Zeit zulässt, unterstütze ich im Stadion oder vor dem Fernseher Hannover 96.“

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