Mein Schiff Gastbeitrag: Die tägliche Gäste-Lotterie im Restaurant Atlantik

Das Atlantik – Klassik auf Mein Schiff 4
Das Atlantik – Klassik auf Mein Schiff 4

Als Stammgast auf der Mein Schiff Flotte werde ich bei jeder Kreuzfahrt aufs Neue mit einem Phänomen konfrontiert, das im Hinblick auf Urlaubsfreude und Wohlfühlfaktor  in seiner Bedeutung von den Verantwortlichen bei TUI Cruises noch gar nicht so recht erkannt wurde (Anm. der Red.: Wir geben das mal an die Fachabteilung weiter :-)).

Das Atlantik - Mediterran auf der Mein Schiff 6

Das Atlantik – Mediterran auf der Mein Schiff 6

Denn jeden Abend kommt es im Premium Alles Inklusive Restaurant Atlantik zur spannenden „Gäste-Lotterie“, die den Unterhaltungsteil des Abends einleitet. Da es natürlich bei 2.500 oder mehr Gästen nicht für jedes Paar einen individuellen Zweier-Tisch gibt, startet der Saalchef im Atlantik das abendliche „Gäste-Roulette“ mit den Worten: „Zweier-Tische haben wir nicht mehr frei –  darf es auch ein wenig nette Gesellschaft sein?“ Und dann kommt der spannende Moment, an welchem Vierer- oder Sechser-Tisch man das Abendessen einnehmen wird und ob zu dem ohnehin lecker-lukullischen Mehr-Gang-Menü im Restaurant Atlantik auch noch ein abwechslungsreich-unterhaltsam-geselliger Aspekt durch nette Tischgesellschaft hinzukommt.

Steak im Restaurant Atlantik auf der Mein Schiff Flotte

Lecker Genießen im Restaurant Atlantik auf der Mein Schiff Flotte

Nun wird sicher kein Gast bei Buchung einer Mein Schiff Kreuzfahrt ernsthaft erwarten, beim Abendessen im Restaurant Atlantik seine neuen besten Freunde für den Rest des Lebens kennen zu lernen. Dennoch folgt diese „Gäste-Lotterie“ im Atlantik den Regeln jeden Glücksspiels: man kann im besten Fall einen satten Hauptgewinn ziehen (sprich: die Chemie am Tisch stimmt von Anfang an und der Abend verläuft harmonisch und hochinteressant und geht wie im Fluge vorbei). Häufig zieht man wie im realen Leben einen Kleingewinn („…na dann noch einen schönen Abend – man sieht sich vielleicht…“). Und schlimmstenfalls (zum Glück doch eher selten…) hat man ein Los gezogen mit der Aufschrift „Sie haben leider nicht gewonnen!“, welches den Abendauftakt dann zu einem harten Stück  mühsam-zäher Gesprächsarbeit machen kann.

Letzteres kann durchaus verschiedene Gründe haben. Man kann als Gast aus dem Norden der Republik auf reizende und sympathische Mitreisende treffen, mit denen jedoch auf Grund mundartlicher Dialekteigenheiten ihres Bundeslandes eine Kommunikation nur durch entsprechende Untertitel möglich wäre. Oder wenn man (selbst eingefleischter Fan der Mein Schiff Flotte) auf Gäste trifft, die während des gesamten Abendessens in den höchsten Tönen von einer anderen Reederei mit einem Kussmund am Bug schwärmen, ist die Basis für ein gemeinsames harmonisches Abendessen an einem Vierer-Tisch doch sehr schmal.

Oder wenn man auf Gäste trifft, deren Kommunikation sich auf ein lapidares „Ja!“ oder „Nein!“ beschränkt, können eineinhalb Stunden trotz Leberpastete und gefüllter Maispoulardenbrust doch sehr lang werden. Oder wenn man schon beim Studieren der Menükarte mit den religiösen, politischen oder sonstigen Weltanschauungen seiner Mitreisenden konfrontiert wird (und selbst völlig anders denkt…), können Steak oder Avocado-Tarte diese unterschiedlichen Gesprächs- und Glaubenswelten nur mühsam überdecken.

Leckere Vorspeise im Restaurant Atlantik: Avocadotarte

Leckere Vorspeise im Restaurant Atlantik: Avocadotarte

So ist es jeden Abend am Empfang des Restaurants Atlantik immer wieder hochspannend, welches Los das Urlaubs-Schicksal einem bei diesem Gäste-Roulette zugedacht hat. Aber vielleicht ist  auch gerade diese tägliche Gäste-Lotterie im Restaurant Atlantik eine der vielen Gründe, welche die Kreuzfahrten auf der Mein Schiff Flotte so spannend und reizvoll machen!

Blick auf New York von der Mein Schiff 6

Blick auf New York von der Mein Schiff 6

Dr. Michael D. Ein zufriedener Stammgast mit insgesamt 16 Reisen (letzte Reise: Transreise von Hamburg nach New York mit der Mein Schiff 6).

Lust bekommen, die Mein Schiff Flotte und das Entertainment an Bord kennen zu lernen? Hier können Sie sich über die Kreuzfahrten von TUI Cruises informieren: Seereisen mit TUI Cruises

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    5 Kommentare

    • Claudia Schäfer sagt:

      Ich musste jetzt wirklich mal schmunzeln über den Beitrag vom Atlantik. Als wären wir gerade dort. Als Stammgast und Vielfahrer (17) erging es uns schon oft so. Ich muss allerdings sagen, es waren 80 Prozent Gewinne darunter und die Abende gingen in den Bars und auf dem Pooldeck weiter. Wir können heute sagen als eingefleischte FANS wir haben Freunde in ganz Deutschland ?? und wir wir treffen uns öfter im Jahr als mein Schiff wohlfühl Fans

      • Rainer sagt:

        Ja, ich musste auch schmunzeln, habe dabei natürlich an unsere eigenen Empfindungen gedacht. So wünschen Wir uns einen Zweiertisch, weil wir – meine Frau und ich – so introvertiert sind, dass wir immer einige Zeit brauchen, um mit Fremden am Tisch warm werden zu können. Die Situation empfinden wir dann als Belastung, die dann auch für die Tischnachbarn, nur suboptimal sein kann. Natürlich bekommen wir manchmal auch noch rechtzeitig die Kurve, manchmal eben auch nicht. Da kommt dann keine Erfolgsquote von 80 Prozent heraus. Uns wurde mal ein Vierertisch angeboten, an dem wir allein bleiben durften, allerdings blieb der Tisch für 4 Personen eingedeckt, was wir dann allerdings auch als ungemütlich empfanden. Trotzdem sind wir nach 34 Kreuzfahrten immer noch Kreuzfahrtfans.
        Allgemein folgen die Reedereien inzwischen einem Trend, mehr Zweiertischen anbieten zu können. Es ist ein Weg zur Vermeidung von Stress und Gästen wie uns, zu mehr Wohlfühlerlebnis verhelfen zu können.

    • Hanslik M. sagt:

      Muß man zum Abendessen Anzug und Krawatte tragen ?

    • Markus Schmitz sagt:

      Lieber Dr. Michael D.,

      Auch ich bin mittlerweile ebenfalls Stammfahrer in der Mein Schiff Flotte. Ihr Beitrag regt beim ersten Betrachten vielleicht zum Schmunzeln an. Lässt man jedoch ihre Darlegung etwas „tiefer sacken“, dann ist es leider überhaupt nicht mehr lustig.

      Ihre etwaigen Tischgenossen als ihr „Schicksal“ zu betrachten regt zum Nachdenken an. Schicksalsschläge und deren Verarbeitung könnten schon psychotherapeutischer Behandlung bedürfen.
      Ihr Seitenhieb auf den bajuwarischen Teil der Gästeschaft finde ich als Mitteldeutscher schon etwas verletzend. Ich möchte hierbei bemerken, dass der friesische oder Hamburger „Klönschnack“ nicht minder erklärungsbedürftig ist.

      Als Akademiker dürften Sie eigentlich entsprechend erzogen und gebildet sein, um eine entsprechende Toleranz an den Tag legen zu können. Bedenken Sie dabei, wie eventuell ihr Kommunikationsverhalen und Ihre persönliche Art auf Ihren Gegenüber wirken könnte.

      Kurz gesagt: „Behalten Sie Ihre anmaßende Bewertung Anderer für sich…“

      Es grüßt Sie recht freundlich

      Dr. Markus S.

      PS.: Nein, ich möchte nicht an Ihrem Tisch sitzen…

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